Dienstag, 9. Februar 2016

Windfire - Lynn Raven

Windfire
cbt









Roman
erschienen am 14.12.2015
464 Seiten, Taschenbuch
ISBN: 978-3-5701-6102-9
€ 14,99



Inhalt 

Las Vegas – inmitten der glitzernden Stadt der Glücksspieler schlägt Jessie sich gerade so durch. Immer knapp bei Kasse, versetzt sie ein kostbares Erbstück. Doch kaum hat der Schmuck den Besitzer gewechselt, poltert ein unberechenbarer Fremder in Jessies Leben: Shane. Und er verlangt genau dieses Amulett von ihr. Die Begegnung der beiden entfacht ungeahnte Leidenschaft: Feuer trifft auf Wind, Halb-Djinn auf Hexe. Wie echte Gegensätze ziehen sich Jessie und Shane an, stoßen sich ab, und Magie bricht sich Bahn. Schnell wird klar, dass sie gemeinsame Feinde haben. Halb auf der Flucht, halb auf der Suche reisen sie zusammen in die Wüstenstadt Petra, um dort Antworten zu finden – Antworten, die weiter führen als je gedacht.


Meine Meinung 

Von Lynn Raven habe ich jetzt schon einige Bücher gelesen und alle bis auf eines haben mir auch alle gut gefallen. Dementsprechend hatte ich hohe Erwartungen an "Windfire", auch, weil mich das Cover, das dank seiner Schlichtheit wirklich wunderschön ist, und der Klappentext, der interessant und spannend klang, angesprochen und interessiert haben.
Leider wurde ich aber eher enttäuscht.
Lynn Ravens Schreibstil ist wie immer angenehm zu lesen und gut geschrieben, auch die Idee an sich fand ich super. Vor allem über die Djinns, die Hauptthema des Buches sind, hätte ich gerne mehr gewusst. 

Schon der Anfang war eher zäh und verwirrend; es werden Fragen über Fragen aufgeworfen, aber kaum beantwortet. Dazu kommt noch, dass das Buch immer aus zwei verschiedenen Sichten geschrieben ist - einmal aus Shanes und einmal aus Jesses Sicht - und zwischendurch sogar noch aus der Sicht anderer Personen, die man erstmal überhaupt nicht kennt. 
Dadurch entstand natürlich einerseits Spannung, weil man wissen wollte, wie es weitergeht und was es mit all den unzähligen Andeutungen auf sich hatte, andererseits verlor ich irgendwann auch ein bisschen das Interesse.
Das Ende des Stand Alone-Fantasybuches war auch nur so lala, es kam sehr schnell und war größtenteils sehr unübersichtlich. 
Auch die Romantik, die ja für Lynn Ravens Bücher sehr typisch ist, kam hier irgendwie zu kurz - zumindest kann ich mich außer an zwei Szenen eigentlich an nichts erinnern, was annährend in eine romantische Richtung geht. 

Die Charaktere fand ich alle okay.
Jesse, die Protagonistin, mochte ich an sich sehr gerne, sie war mir recht sympathisch, weil sie nicht auf den Mund gefallen ist und ihr eigenes Leben - und das ihres Bruders Danny - alleine im Griff hat, obwohl sie selbst noch so jung ist. Andererseits fand ich sie manchmal auch etwas nervig, zum Beispiel, weil sie Shane immer "Mr. Vollidiot" nennt und sich gegen ihre eigenen Gefühle wehrt. Auch handelt sie manchmal etwas unüberlegt, zum Beispiel, als sie Danny, der aufgrund einer Krankheit im Krankenhaus liegt, zurücklässt, um mit Shane nach dem "Herzen des Simurgh", einem Amulett, um das sich die Handlung größtenteils dreht, zu suchen. 
Shane ist ohne Zweifel ein toller Kerl, an dem ich nichts auszusetzen habe, der mir jetzt aber auch nicht unbedingt ans Herz gewachsen ist.
Die Charaktere haben meiner Meinung nach nicht genug Tiefe gehabt, aber bei einem Fantasyeinteiler, in dem doch allerhand passiert, ist das sicher nicht so einfach.

Insgesamt war ich mit "Windfire" nicht wirklich zufrieden, da ich höhere Erwartungen hatte, und vergebe daher 3 von 5 Sternen. 

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