Sonntag, 19. Juli 2015

Es duftet nach Sommer - Huntley Fitzpatrick


Huntley  Fitzpatrick - Es duftet nach Sommer
cbj Verlag









ROMAN
Erschienen am 29.04.2014
480 Seiten, Hardcover

ab 12 Jahren
ISBN: 978-3-570-15750-3  

€ 16,99







Inhalt

Die 17-jährige Gwen kann es nicht fassen: Ausgerechnet der größte Fehler ihres Lebens, Cassidy Somers, lässt sich dazu herab, den Sommer über auf ihrer Heimatinsel als Gärtner zu jobben. Anders als Gwen, die befürchtet, sich wie ihre Eltern mit miesen Jobs durchs Leben schlagen zu müsse, ist er einer der reichen Kids vom Festland. Doch Gwen träumt davon, dem allen zu entfliehen. Nur was würde das für ihr Leben bedeuten? Gwen verbringt einen berauschenden Sommer auf der Suche nach Antworten darauf, was ihr wirklich wichtig ist, an ihrem Zuhause, den Menschen, die sie liebt und schließlich an sich selbst. Und an Cassidy, der sie in einen verwirrenden Gefühlstaumel zwischen magnetischer Anziehungskraft und köstlicher Unsicherheit stürzt.

Meine Meinung

Im Frühling dieses Jahres habe ich "Mein Sommer nebenan", das wohl bekanntere Buch von Huntley Fitzpatrick, gelesen und war wirklich begeistert von dem Buch. Nicht zuletzt war das einer der Gründe, warum ich mir "Es duftet nach Sommer" gekauft habe. Auch der Klappentext klang für mich überzeugend und so habe ich den Roman mitgenommen.
Doch schon kurz, nachdem ich mit dem Lesen begonnen hatte, war ich mehr oder weniger enttäuscht von dem Buch. Der Schreibstil der Autorin hat mir überhaupt nicht gefallen; Sätze waren oftmals auf merkwürdige Art und Weise verknüpft, manche Dinge wurden unnötigerweise in die Länge gezogen und andere Ereignisse liefen so schnell ab, dass man fast keine Gelegenheit hatte, wirklich mitzukommen.
Dazu kommt noch, dass ich für meinen Teil die Protagonistin Gwen nicht sonderlich sympathisch fand. Ihre "Jungsgeschichten", für die sie sich den Großteil des Buches bemitleidet, rücken sie in ein etwas negatives Licht und obwohl im Laufe der Geschichte vieles davon aufgeklärt ist, rechtfertigt es ihr Verhalten trotzdem nicht.
Ihre große, bunt gemischte Familie ist ein Pluspunkt an der Geschichte, auch wenn ihr Cousin Nicolas, der ebenfalls eine größere Rolle spielt, mir als Figur ebenfalls weniger gefallen hat. Besonders ihr kleiner Bruder Emory hat es mir angetan und ich hätte gern mehr über ihn erfahren, doch mir ist natürlich klar, dass es in der Geschichte vor allem um Gwen und Cassidy geht.
Cassidy, der männliche, ebenfalls 17-jährige Protagonist, hat mit Jase aus "Mein Sommer nebenan" nur wenige Gemeinsamkeiten - er ist höflich und charmant, könnte ansonsten aber nicht unterschiedlicher sein. Er kommt aus einer reichen Familie vom Festland und muss sich eigentlich über nichts Sorgen machen. Trotzdem rebelliert er gegen seine gesellschaftliche Situation, ebenso wie Gwen, die aus eher ärmlichen Verhältnissen kommt. 
Diese Mischung der gesellschaftlichen Schichten sorgt für einige explosive Begebenheiten und an diesen Stellen wird das Buch auch einmal richtig spannend.
Besonders eine Wendung, die sich erst am Ende des Romans vollzieht, fand ich gelungen, auch wenn sie die nicht so gelungene Story dann auch nicht mehr aufwerten konnte.
Das ewige Hin und Her zwischen einigen Charakteren und das "Ich muss mich unbedingt selbst finden, aber andererseits auch wieder nicht, weil alles andere wichtiger ist, als ich" hat mich nach einer Weile ziemlich genervt und ist dem grundlegend guten Gedanken des Buches - nämlich, dass man sich klar darüber werden muss, was man selbst vom Leben erwartet - nicht gerecht geworden.

Insgesamt ist "Es duftet nach Sommer" für mich ein 3-Sterne Buch geworden.
Ein paar der Charaktere - Cassidy und Emory, Grandpa Ben und Mrs. E - sind mir sehr sympathisch geworden; mit anderen dagegen - Gwen, Nicolas, Mike und Spence - konnte ich mich nicht so recht anfreunden. 
Nichtsdestotrotz ist es eine gute Lektüre für zwischendurch, die sich leicht liest und - mich zumindest - nach dem Beenden des Buches nicht weiter beschäftigt.

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